Hi(s)story

Es begann im Jahre 1971. Die deutsche Rockszene war im Aufbruch, als drei Freunde beschlossen, ebenfalls Musik zu machen. Ich war einer davon, aber weil meine Eltern wenig davon hielten, hatten die beiden anderen ihre Instrumente eher als ich, und für mich blieb nur noch das Schlagzeug übrig. Mit Hilfe der Oma, und langer Überredungen, kaufte ich mir Ende 71 das erste Schlagzeug, ein Tromsa. Nach längerer Suche fanden wir dann 72, in einer Spedition, wo schon andere Bands probten, Unterschlupf!

Irgendwann probte dann auch die bekannteste Band aus Mönchengladbach, meiner Heimatstadt, Wallenstein, dort. So lernte ich deren Schlagzeuger, Harald Großkopf, kennen. Er war schon damals einer der wenigen Musiker, die erkannt hatten, wieviel Einfluß die Elektronik auf die Musik haben würde, und experimentierte mit Tonabnehmern in Trommeln, schickte die Singnale durch alle möglichen Effektgeräte. Er spielte auch mit Klaus Schulze, war bei den " Kosmischen Kurieren", Ashra Tempel, und noch vielen anderen Projekten in dieser Richtung mit dabei. Damals habe ich mir schon den "Synti-Virus" eingefangen, aber es nicht bemerkt.

Zunächst ging es in eine andere Richtung. Bands lösten sich auf, neue entstanden, ab und zu mal ein Auftritt im Jugendheim, und zwischendurch wurde auch schon mal im Proberaum eingebrochen, der ganz normale Musiker-Wahnsinn halt!

1978 fragte mich dann die damals einzigste Hard-Rock Band aus MG, Empire, ob ich nicht Lust hätte, und ich hatte! Diese Band wurde in MG belächelt, trieb sie doch einen riesen Aufwand mit Ton, Licht und Pyro-Effekten. Außerdem wurde die doch einfachere Rockmusik von den Gladbacher Musiker-Kollegen als künstlerisch nicht wertvoll erachtet. Außerhalb MG sah das anders aus, und so spielte die Band oft überall in Deutschland.

Während meiner Zeit wurde eine Singel aufgenommen," Sadistic Sadie", 1981 erschien die LP " Watch out", bei der ich aber nicht mehr mit dabei war. Einige Jahre später wurde ein Titel der LP neu aufgenommen, und, zusammen mit dem Led Zeppelin Klassiker "Who lotta Love" unter dem Namen "Exit" neu veröffentlicht.

Bei diesem Projekt war ich dann wieder mit von der Partie!

Die tollste Geschichte mit Empire war für mich die Sache mit dem Drumset von Staccato. Diese, heute legendären, Schlagzeuge kamen Ende der 70ziger auf den Markt, und waren einfach genial. Aus einer Bierlaune heraus schrieb ich Staccato an, schickte alles an Info-Material von Empire mit, und fragte, ob ich einen Werbevertrag bekommen könnte.